3rd Person Shooter wie Max Payne gibs heute wie Sand am Meer: Max Payne 2 erschien schon Ende 2003, vor noch nicht allzu langer Zeit erschienen El Matador und Total Overdose. Auch Ego-Shooter wie Fear oder Chaser nutzten die Bullet-Time für ästhetische Schusswechsel. Doch irgendwie kommen alle nicht wirklich heran an den Großmeister der Zeitlupen-Ballerei. Doch warum ist das so? Die Spielmechanik ist eigentlich recht simpel, doch bis heute ist es noch niemanden gelungen die Ästhetik und Genialität, den Wortwitz und tiefgründigen Charakter zu schlagen.
Man schlüpft also in die Rolle des Max Payne, vor wenigen Tagen noch erfolgreicher Detective mit Familienleben. Doch ein Ereignis ändert das perfekte Leben auf einen Schlag: Max findet Frau und Kind ermordet in seiner Wohnung wieder. Der Mord wird ihm selbst angehängt und so beginnt sein Rachefeldzug durch ganz New York – ohne Rücksicht auf Verluste.
Grafisch war das Game 2001 nett anzusehen: Detaillierte Schauplätze, tolle Animationen, Effektfeuerwerk ohne Ende. Lediglich die Farbarmut und die ewig gleichen Gesichter konnten einem ein bisschen aufstoßen – aber es gab zu dem Zeitpunkt definitiv sehr wenige Spiele die diese Grafikpracht schlagen konnten. Auch heute spielt man noch ohne direkt an Augenkrebs zu erkranken. Auch der Sound ist vom Feinsten: Besonders hervorzuheben ist die englische Sprachausgabe mit Wortwitz, der in einer deutschen Version wohl nur schwer einzufangen gewesen wäre.
So schlägt sich der gute Max also durch 3 mehr oder weniger umfangreiche Kapitel – auf Wunsch auch durch ein hilfreiches Tutorial - Zwischensequenzen erscheinen entweder mit Hilfe der Ingame-Grafik oder der anfangs umstrittenen Comiceinblendungen, die aber ein sehr außergewöhnliches und wertvolles Stilmittel sind. Dadurch kommt noch mal ein Extraschuss Atmosphäre auf.
Ab und zu stellen sich Max fiese Zwischengegner in den Weg, die ein wenig mehr aushalten als das normale Kannonenfutter. Später mutiert Max Payne leider zu einer kleinen Quicksave & Quickload-Orgie, was aber OK ist – lieber ein herausforderndes Spiel als eines wo man einfach so durchlaufen kann – jeder Schusswechsel und Einsatz der Bullettime sollte gut überlegt sein. Die Waffenvielfalt ist wirklich genial – jede Waffe ist auf seine Weise effektiv – es gibt wirklich keine einzige die überflüssig ist, das spricht für das tolle Balancing.
Nach gut 10 Stunden ist es dann aber vorbei mit der Herrlichkeit, denn der Abspann flimmert über den Bildschirm – aber man will mehr...und man bekommt auch mehr, denn im Internet kursieren einige spielenswerte Mods für Max Payne, u.a. der Kung Fu Mod und das berühmte Matrix Lobby Shootout.
Wertung: 9,1/10

2 Kommentare:
mehr!?!
wo bleiben neue posts?
die hure des tages und so!
Heute kommt was neues, versprochen. U.a. Eindrücke von der Stalker Multiplayer Beta und noch ne Gamereview (bin mir aber noch nicht sicher ob ich ne gebrauchte oder ne ganz neue machen soll).
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