Die Installation verläuft schleppend. Kein Wunder bei einer derart großen Datei. 5 Minuten später erscheint dann endlich der Setup-Button - weitere 5 Minuten später sind alle Dateien geordnet und es kann losgehen. Das penetrante EA-Logo brennt sich auf meinen Bildschirm, die seit geraumer Zeit wohlverdiente Spielserien der Marke Need for Speed und Fifa zu Grabe programmieren. Deshalb heißt auch für mich: EA-Produkt = gedämpfte Erwartungen. Endlich im schlichten Hauptmenü angekommen nehme ich die ersten Grafikeinstellungen vor. Die vielen Einstellungsmöglichkeiten sind schonmal ein Pluspunkt, so wird der neueste C&C-Teil auch auf schwächeren Computern laufen - natürlich mit Einschränkungen aber diese Reihe spielt man nicht wegen seiner Grafikpracht sondern wegen der inneren Werte.
Also wieder zurück ins Menü und den Kampagnen-Button betätigt. In der Demo gibt es lediglichdie Möglichkeit die GDI zu spielen (in der Vollversion noch NOD und Aliens). Hier sehe ich mir erstmal den Prolog an. Michael Ironside erscheint in seiner blassen Pracht, bekannt aus Starship Troopers, die Uniform steht im gut. Das die Zwischensequenzen wieder gewohnt trashig sind und gerade mal so die Qualität eines billigen TV-Films erreichen ist wohl Absicht, ein weiteres Markenzeichen der Serie - von den Anhängern geliebt aber von vielen Spielern auch mit spöttischer Häme belächelt. Von Act of War und Konsorten ist man Professionelleres gewohnt.
Wie man bereits herauslesen kann hat sich das Spieltempo und die KI-Agressivität stark erhöht. Das macht C&C natürlich intensiver aber auf der negativen Seite auch schwieriger. Mir persönlich hat das nicht so gut gefallen. Die Grafik ist über alle Maße erhaben, lässt sich super an das jeweilige System anpassen. Für einen Referenztitel ist es aber wohl zu gewöhnlich obwohl einige Magazine sicherlich anderer Meinung sein werden. Für mich erst als Budgettitel interessant.
Command & Conquer: Tiberium Wars erscheint in der gekürzten Ab16-Fassung und der ungekürzten "Kane-Edition" am 28. März 2007.
